Sportstipendium und die Karriere in den USA

Stationen in der Jugend beim BVB und auf Schalke sowie im College an der University of Louisville und als Profi bei Toronto FC ­čĄ»­čîÄ Tim K├╝bel ist bereit f├╝r seine neue Aufgabe als Graduate Assistant Coach bei der University of North Carolina, Chapel Hill ­č嬭čŹÇ Deutsche Athleten und ihre Tugenden sind in den USA sehr gefragt! Warum das so ist, welche H├╝rden es trotzdem zu meistern gilt und wie unser Netzwerk dabei helfen kann erz├Ąhlt euch Tim im Interview. ­čžÉ­čĄôÔÜŻ´ŞĆ­čç║­čçŞ #sportstipendium #athletesusa

Herbert: Also wir sind hier heute mit dem Herrn Tim K├╝bel, habe ich das richtig ausgesprochen. Wie wird es hier in Amerika ausgesprochen?

Tim: Kubel.

Herbert: Weil die keine dots haben?

Tim: Es ist einfacher. Erstens k├Ânnen sie es nicht aussprechen und Kubel ist einfach einfacher also ich hei├če ├╝berall Kubel.

Herbert: Alles klar! Also wer bist du?

Tim: Tim K├╝bel aus Stuttgart, in S├╝ddeutschland liegt das. Ich habe studiert in Louisville, davor habe ich bei Dortmund ab der U17 bis zur U23 gespielt. Dann bei Schalke ein Jahr. Habe dann in Louisville vier Jahre studiert, Finanzwesen. Bin dann gedraftet worden nach Toronto, habe da ein Jahr gelebt bis November letzten Jahres. War dann wieder zu Hause, hab bei Dortmund kurz hospitiert und habe bei Toronto schon entdeckt, dass das Trainer Dasein f├╝r mich das richtige ist. Also die Leidenschaft daf├╝r hatte ich schon immer, Leute zu f├╝hren und anzuf├╝hren zu guiden quasi. Also das Wissen das ich schon habe weiterzugeben und fange jetzt an ab August bei University of North Carolina Chapel Hill, dort werde ich Assistenztrainer machen. Mach nebenbei meinen Master in Sportmanagement, dank WARUBI bin ich jetzt auch bei matchmetrics als Sales Manager f├╝r Nordamerika zust├Ąndig. Deswegen sind wir jetzt auch hier im wundersch├Ânen San Diego, dass wir hier quasi das Produkt vermarkten jetzt und das ist ein bisschen was zu meiner Person.

Herbert: Sehr gut danke sch├Ân, du hast ein bisschen Farbe bekommen auf jeden Fall. Wie w├╝rdest du die Zeit hier in San Diego gerade beschreiben? Wen hast du kennengelernt, wen lernst du kennen, was sind f├╝r Leute hier gerade.

Tim: Es ist sehr sehr lehrreich w├╝rde ich sagen, speziell also f├╝r matchmetrics im ersten Sinne.┬á Wir bekommen einfach f├╝r das Produkt wahnsinnig wertvolles Feedback, weil der Markt schon sehr anders ist als Deutschland. Weil ich meine da haben wir kein Turnier wo auf 21 Fu├čballpl├Ątzen nebeneinander glaube ├╝ber 130 Mannschaften zur gleichen Zeit gegeneinander spielen. Das gibt’s in Deutschland nicht. Also es ist wahnsinnig lehrreich, ich lerne die Leute besser kennen w├╝rde ich sagen. Weil ich kenn ja durchs College schon sehr viele Trainer die jetzt quasi hier sind zum Spieler scouten gerade in den development academies. Also ich lerne jetzt oftmals die Trainer pers├Ânlich kennen, ist nat├╝rlich wesentlich einfacher, weil ich jetzt einer von denen bin. Als Assistent Coach f├╝r UNC ist es schon einfacher jetzt Kontakte zu kn├╝pfen und die jetzt zu pflegen ab jetzt. Aber es sind so viele Leute hier da glaube ich kann man gar nicht alle treffen, aber die die ich bis jetzt getroffen habe waren alle sehr nett und klar Deutsche sind immer beliebt. Weil sie nat├╝rlich auch sehen, dass wir das gute Spiel auch nach Amerika bringen k├Ânnen. Das ist glaube ich auch ein Grund warum wir Deutschen hier so beliebt sind.

Herbert: Auf jeden Fall, also die Spieler aus Deutschland die haben eine gute Ausbildung, sowohl akademisch als auch fu├čballerisch. Nat├╝rlich sind auch andere Sportarten sehr beliebt aber Fu├čball l├Ąuft ganz gut.

Tim: Ich glaube sogar Frauenfu├čball w├╝rde fast noch besser laufen einfach weil der Markt relativ gro├č ist und es sieht man ja auch international dass die Amerikanerin bei der WM auch sehr sehr gut sind und deswegen speziell f├╝r Frauen finde ich es noch interessanter und ich habe in meiner Zeit relativ wenig M├Ądels kennengelernt die den Schritt nach Amerika im Fu├čball gewagt haben, aber wer wei├č da ist wahnsinniges Potenzial da und wer wei├č.

Herbert: Auch ein fun fact, es gibt mehr Stipendien f├╝r Frauen als f├╝r M├Ąnner deswegen ist es wirklich interessant. Dann du hattest erw├Ąhnt du bist fertig mit studieren wieso bist du jetzt wieder in Amerika? Warum wolltest du in Amerika bleiben?

Tim: Ja f├╝r mich Amerika ist einfach die perfekte Kombination w├╝rde ich sagen zwischen Schule. Fu├čball und Privatleben. Das hei├čt perfekt durchstrukturiert und schon auch darauf ausgelegt, dass du wirklich in allem auch wirklich alles geben kannst und dich voll darauf fokussieren kannst. Das hei├čt du hast morgens Training, dann gehst du in die Schule bis 3 bis 4 Uhr, gehst danach noch ein bisschen lernen in der B├╝cherei und dann hast du ab 5 Uhr quasi wirklich Freizeit. Gerade, weil mir Schule auch sehr am Herzen liegt, seitdem ich bei Dortmund fertig war habe ich gemerkt nur Fu├čball ist nicht die Welt. Da war ich nicht komplett erf├╝llt und f├╝r mich ist die Kombination hier zwischen Schule, Fu├čball und Lifestyle ist einfach ideal. Wir haben auch schon dr├╝ber gesprochen abseits der Kamera, in Deutschland w├Ąre es sch├Ân, wenn es quasi Universit├Ątssport geben w├╝rde einfach weil es auch ein sch├Âner Ausgleich ist, quasi nicht nur Schulbank dr├╝cken, sondern auch mal ein Sport noch machen, wo quasi auf einem hohen Niveau ist und nicht einfach nur hobbym├Ą├čig wie es in Deutschland nur m├Âglich ist leider. Das in Amerika haben sie muss ich sagen wirklich gut hingekriegt, klar gibt es immer Verbesserungspotential auch wegen der Saison das die innerhalb von drei Monaten jetzt abgespult wird. Da wird gerade probiert es l├Ąnger zu machen, das sind noch kleine adjustments die man machen sollte, einfach damit auch der amerikanische M├Ąnner Fu├čball davon profitieren kann.

Herbert: Okay und da hilfst du jetzt mit dabei aktiv?

Tim: Ja genau da probiere ich jetzt mitzuhelfen.

Herbert: Als Trainer von einer der besten Unis im ganzen Land, Top 5 kann man schon so sagen.

Tim: Mein Traum war es damals nach UNC zu gehen, aber meine Noten waren nicht gut genug nach dem Gymnasium. In Dortmund waren andere Ziele wichtiger, gerade das Profiwerden war in Dortmund einfach wichtiger. Perfektes Beispiel um die Kombination noch mal darzustellen bei Dortmund musste ich oftmals entweder Training oder Schule sausen lassen, weil wir zweimal am Tag trainiert haben. Da hatte ich entweder die Wahl Schule oder Fu├čball habe mich dann oftmals f├╝r den Fu├čball entschieden, weil dritte Liga haben wir damals gespielt unter David Wagner war das. Und das war f├╝r mich damals wichtiger und dann wurde Schule nat├╝rlich ein bisschen vernachl├Ąssigt die Quittung habe ich dann bekommen als ich mich bei Universit├Ąten beworben habe und nat├╝rlich die Noten nicht erreicht haben. Deswegen bin ich jetzt umso gl├╝cklicher, dass es geklappt hat mit UNC gerade mit meinem Master den ich jetzt mache in Sportmanagement und ich bin wirklich sehr gl├╝cklich, dass es jetzt geklappt hat.

Herbert: Du bist einer von wenigen die gedraftet wurden. Es haben nicht viele die das Privileg haben gedraftet zu werden, dadurch verschiebt sich nat├╝rlich ein bisschen der Fokus ein halbes Jahr vor der Graduation. viele die das jetzt auch vielleicht schauen und daf├╝r ist es ja auch gedacht werden sich irgendwann ├╝berlegen, will ich in Amerika bleiben oder nicht. Warum denkst du ist die Kombination die du jetzt gerade hast, dass du z.b. f├╝r eine Kompanie arbeitest die dann auch in Amerika t├Ątig ist, die hier in Amerika ihre Produkte vertreiben will. Aber auch hier als Trainer zu arbeiten, allgemein dieses Netzwerk was wir ja auch haben wo wir uns dann gegenseitig helfen. Warum denkst du ist das eine gute Sache f├╝r, wir sprechen gerade auch deutsche Athleten an die jetzt vom Abschluss stehen.

Tim: Ich meine jeder muss ja f├╝r sich selber wissen will ich das was ich bisher gemacht habe haupts├Ąchlich professionell Fu├čball spielen wollen, will ich das Ziel weiterhin verfolgen auch wenn die Chancen immer kleiner und kleiner werden, weil die Luft ist d├╝nn oben das wei├č jeder. Also aus meinem Jahrgang in Dortmund haben’s relativ wenig geschafft und das war ein guter Jahrgang und da muss man sich nat├╝rlich fragen ob man da bereit ist irgendwann auch mal umzudenken. Ich habe sehr viel investiert, seitdem ich 6 oder 7 bin spiele ich Fu├čball. Das hei├čt ich habe also tausende Stunden Fu├čball gespielt. Bei vielen finde ich es relativ schade, weil sie sagen nach ihrer Zeit in den Nachwuchsleistungszentren und wenn es dann nicht nach ganz oben reicht ich spiele jetzt hobbym├Ą├čig fang eine Ausbildung an. Aber hier in Amerika ist halt ein Markt wo du ich w├╝rde sagen wirklich unter professionellen Bedingungen Fu├čball spielen kannst, dein Abschluss kriegen kannst und eine komplett neue Seite von dir entdecken kannst. Und wie du schon gesagt hast kannst du danach immer noch gedraftet werden und den Weg dann wieder nach Europa wagen. Das l├Ąuft ja nicht weg. F├╝r mich damals war es so spannend, ich hatte immer eine 5 in Englisch durchgehend ab der sechsten Klasse hatte ich ein Defizit und das war auch f├╝r mich so eine Herausforderung wo ich sag komm ich kann das, ich glaube ich kann das. Und da muss man erst mal ├╝ber seinen Schatten springen, aber sobald man erstmal ein halbes Jahr hier ist, das wei├čt du ja auch, dann er├╝brigt sich das mit der Sprache und dann bist du auch einfach so selbstbewusst, dass du sagst, hey was kann mir jetzt noch in die Quere kommen. Und so war das bei vielen Spielern die ich jetzt hier kennengelernt habe und vielen gef├Ąllts dann einfach so gut hier, dass sie sagen ich bleibe hier in Amerika. Das bleibt dann jedem ├╝berlassen, viele denken ja wenn ich den Schritt nach Amerika mach, dann muss ich jetzt hier vier Jahre bleiben. Das musst du ja nicht, wenn Sachen passieren zu Hause, wenn’s dir wirklich nicht gef├Ąllt dann kannst du immer noch sagen hey nach einem Jahr ich transfer wieder nach Deutschland, mach da mein Abschluss dann weiter an einer Uni. Man ist nicht gebunden, das ist immer sehr wichtig, klar ist es eine gro├če Entscheidung nach Amerika zu ziehen, aber das ist doch reversibel. Also du kannst doch immer wieder zur├╝ckgehen. Das ist ja nicht so dass du sagst ich bleibe jetzt hier f├╝r immer. Das finde ich relativ wichtig zu beachten gerade wenn es in den Prozess dann geht mache ich es oder mache ich es nicht.

Herbert: Wieso hast du dich dann entschieden, du warst ja auch kurz in Deutschland hast deine Trainerlizenz angefangen, warum hast du dich entschieden jetzt wieder nach Amerika zu kommen?

Tim: Weil ich denke, dass ich die Erfahrung die ich jetzt hier in meinen vier, f├╝nf Jahren, Toronto jetzt eingerechnet hier gemacht habe und das Netzwerk was ich dadurch aufgebaut habe, gerade als europ├Ąische Sportler ist es relativ einfach weil viele Coaches wollen nat├╝rlich gute europ├Ąische Spieler und dadurch kam ich auch mit vielen Coaches in Kontakt einfach auch wo es ums Thema ging College Recruiting von Europa und ich will jetzt einfach die Erfahrung und Kontakte die ich habe weitergeben an andere deutsche Sportler die den Schritt jetzt machen wollen nach Amerika zu kommen und zu studiere. Ich f├╝hle mich da fast schon in der Pflicht das zu machen, weil wie wir es auch oft sagen, wir Deutschen m├╝ssen ja schon finde ich zusammen halten mehr oder weniger und quasi so an einem Strang ziehen. F├╝r mich ist es ja keine Arbeit anderen zu erz├Ąhlen was uns hier passiert ist, wie es uns ergangen ist und was vielleicht Sachen sind die du beachten solltest. Und das ist nat├╝rlich f├╝r uns, wenn es dann um Kontakte geht, quasi einfach mal Kontakte herstellen z.b. zu einer Universit├Ąt, wenn es um Spieler geht. Die wollen unbedingt nach New York, meistens ist ja der Fall, dass wir dann irgendjemanden kennen der irgendwo war der da wahrscheinlich jemanden kennt. Das ist einfach hier in Amerika gerade das Netzwerk von Europ├Ąern ist wahnsinnig gro├č und sollte man nutzen finde ich. Und deswegen finde ich mich in der Pflicht auch jetzt gerade Leuten zu helfen und wie man sieht wird mir dann auch geholfen gerade durch WARUBI wurde ich mit matchmetrics in Verbindung gebracht und auch bei denen dann angestellt durch WARUBI. Also ist ja nicht so dass ich nur helfe und nichts irgendwie zur├╝ckbekomme, also es ist ja ├╝berall im Leben so, wenn du was gibst wirst du auch irgendwas daf├╝r bekommen. Jetzt nach meinem Master z.b. wenn es um Sachen geht wie eployment nach dem Master, weil dieser Prozess ja relativ langwierig ist und auch schwer heutzutage wegen dem politischen Klima nat├╝rlich auch in Amerika da ist WARUBI nat├╝rlich mit einem Sitz in West Palm Beach, Florida glaube ich nat├╝rlich ideal. OPT, CPT das sind Sachen die sehr interessant sind f├╝r uns Europ├Ąer, weil sie einfach die M├Âglichkeit geben hier l├Ąnger zu bleiben und noch mehr Erfahrung zu sammeln noch ein gr├Â├čeres Netzwerk aufzubauen weil man wei├č ja nie, vielleicht ├Âffnet sich ja mal eine T├╝re aufgrund von dem Jahr das ich extra hier verbracht habe von der Person die ich in den Jahr kennengelernt habe. Und deswegen finde ich das klasse also gerade auch dass WARUBI als einzige deutsche Firma w├╝rde ich sagen in Amerika einen Hauptsitz hat, das gibt’s nicht anders und da helfe ich gerne um dann auch irgendwann geholfen zu werden.

Zur Chancensch├Ątzung > https://athletes-usa.de/sportstipendium/